literatur pinselpark    


  Home
Zum Autor
Sitemap/Inhalt
Vorherige Seite
   
  Suche /Wörterbuch
Forum
Mail
Seite weiterempfehlen

Drucken
Disclaimer
Wichtige Downloads

 

Rückert Friedrich

Obgleich die Sonn' ein Scheinchen ist deines Scheines nur
Aus den Übersetzungen des Dschelaladdin Rumi (V)

Obgleich die Sonn' ein Scheinchen ist deines Scheines nur,
 Doch ist mein Licht und deines ursprünglich Eines nur.
Ob Staub zu deinen Füßen der Himmel ist, der kreist;
 Doch Eines ist und Eines mein Sein und deines nur.
Der Himmel wird zu Staube, zum Himmel wird der Staub;
 Und Eines bleibt und Eines dein Wesen, meines nur.
Wie kommen Lebensworte, die durch den Himmel geh'n,
 Zu ruh'n im engen Raum des Herzensschreines nur?
Wie bergen Sonnenstrahlen, um heller aufzublühn,
 Sich in die spröden Hüllen des Edelsteines nur?
Wie darf Erdmoder speisend und trinkend Wasserschlamm,
 Sich bilden die Verklärung des Rosenhaines nur?
Wie ward, was als ein Tröpflein die stumme Muschel sog,
 Als Perlenglanz die Wonne des Sonnenscheines nur?
Herz, ob du schwimmst in Fluten, ob du in Gluten glimmst:
 Flut ist und Glut Ein Wasser; sei deines reines nur.